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Raouf und Ghafour

Wir wurden in Afghanistan geboren. Dort haben wir neun Jahre lang gelebt. Eine Schule haben wir nie besucht. Um zu lernen, sind wir in die Moschee gegangen. Wir befanden uns dort in Gefahr, da wir von den Taliban bedroht wurden. Wir hatten große Angst, dass uns etwas zustoßen könnte. Wir mussten fliehen und so machten wir uns auf den Weg in den Iran.

Raouf: Wir lebten zirka drei Jahre und sechs Monate im Iran. Um Geld zu verdienen, arbeitete ich als Verkäufer. Mein Bruder, Ghafour verdiente Geld als Koch. Für diese Arbeit wurden wir schlecht bezahlt, trotzdem war unsere Familie auf das Geld angewiesen, da unser Vater nicht arbeiten durfte. Wir fürchteten uns vor der Polizei und davor, dass sie uns bei der Schwarzarbeit erwischen. Ganz oft kam die iranische Polizei bei unseren Arbeitsstellen vorbei und kontrollierte die Geschäfte. Dann liefen Ghafour und ich schnell nach Hause und verstecken uns. Das war ein furchtbares Gefühl.

Einige Stunden später liefen wir zurück und arbeiteten weiter.

Im Iran durften wir nur selten auf die Straße gehen. Besonders schlimm war für mich, dass meine Geschwister oft von iranischen Kindern geschlagen und gedemütigt wurden. Während unserer Zeit im Iran, machte sich mein ältester Bruder alleine auf den Weg nach Österreich. Ich hatte immer Angst, dass er es nicht schaffen würde. Die Ungewissheit quälte mich.

Als wir uns entschlossen aus dem Iran zu fliehen, gingen wir zu Fuß in die Türkei. Unser Gepäck bestand aus fünf Rucksäcken und mehreren Tragetaschen, mehr konnten wir nicht mitnehmen. Unser ganzes Leben verpackt in diesen kleinen Taschen.

Da unsere Mutter bereits verletzt war, mussten wir ihr oft helfen und sie stützen. Unsere kleine fünfjährige Schwester war zu jung, um so eine lange Reise durchzuhalten. Wir wechselten uns ab, wir trugen, stützten und halfen den Schwächeren.

Auf dem Weg vom Iran in die Türkei verloren wir einen Teil unseres Gepäcks. Wir mussten mehrere Rücksäcke zurücklassen, da wir von der Polizei eingeschüchtert wurden. Mehrere Male schossen sie mit ihren schweren Gewehren in die Luft, um uns aufzuschrecken.

Ghafour: Wir erreichten einen alten Stall. Dies war eine Woche lang unser Aufenthaltsort und Schlafplatz - gemeinsam mit hundert anderen Menschen. Nach dieser Woche machten wir uns auf den Weg nach Ankara. Dort übernachteten wir in einem leerstehenden, verlassenen Haus. Am Tag darauf reisten wir mit einem Boot nach Griechenland. Auf dem Boot hätten unter normalen Umständen 20 Menschen Platz gehabt, wir mussten uns das Boot mit zirka 40 anderen Flüchtlingen teilen. Obwohl wir Rettungswesten trugen, war die Überfahrt sehr gefährlich und dauerte ungefähr zwei Stunden. Nach der Ankunft in Griechenland ging es für uns wieder zu Fuß weiter. Zwölf Stunden später erreichten wir ein Heim, wir erhielten einen Nachweis und verschiedene Dokumente, die belegten, dass wir Flüchtige sind und reisten weiter. Mit einem Schiff ging es weiter nach Athen. In Athen fanden wir keine geeigneten Schlafplätze, deshalb schliefen wir drei Nächte lang in einem Park. Wir hatten nur unsere Jacken, Decken gab es keine – es war furchtbar kalt. Mit einem Bus gelangten wir nach Serbien und von dort aus zu Fuß nach Österreich. Auf der Flucht von Serbien nach Österreich, hielten wir uns auch einige Zeit in Kroatien auf. Mit dem Zug fuhren wir nach Ungarn und mit einem Auto nach Österreich.

Wir erreichten den Westbahnhof in Wien und verbrachten zwei Tage dort, bis wir von der Polizei für kurze Zeit in einem Heim untergebracht wurden. Jetzt leben wir mit zirka 190 anderen Menschen in einem Caritas-Heim. Unserer Familie stehen zwei Zimmer zur Verfügung. Wir haben dort viele Deutsch-Kurse und Nachhilfe und erhalten Unterstützung, wenn wir sie brauchen.

In Österreich leben wir nicht mehr in Angst. Wir haben hier die Möglichkeit in die Schule zu gehen und zu lernen.

Raouf: Ich denke jeden Tag an unsere Flucht und an das, was alles passiert ist. Anschließend bete ich.

Ghafour: Ich vermisse Afghanistan. Jeden Abend, wenn ich schlafen gehe, denke ich an meine Heimat.

Raouf: Nach der NMS möchte ich entweder Lehrer oder Mechaniker werden.

Ghafour: Nach der Mittelschule möchte ich eine Höhere Technische Lehranstalt besuchen.

رئوف و غفور محمدی

 

ما در افغانستان به دنیا آمدیم. 9 سال آنجا زندگی کردیم. هرگز به مدرسه نرفتیم. برای سوادآموزی به کلاس های مسجدی رفتیم. طالبانی ها ما را تهدید میکردند و ما در خطر بودیم. خیلی می ترسیدیم که قرار است چه اتفاقی برایمان بیفتد. مجبور به فرار شدیم و آخر سر از ایران سر در آوردیم.

 

رئوف: ما حدود سه سال و شش ماه در ایران زندگی کردیم. برای پول در آوردن، فروشندگی میکردم. برادرم، غفور، نیز به عنوان آشپز کار میکرد. پول های خیلی ناچیزی برای این کارها به ما میدادند، اما همچنان مجبور به انجام این کارها بودیم چون خانواده امان به پول نیاز داشتند و پدرمان نیز توان کار کردن نداشت. ما از پلیس میترسیدیم که نکند یک شب بیایند و ما را دستگیر کنند. اغلب پلیس ایران برای بازرسی به مغازه ها می آمد و کسب و کار امثال ما را کنترل می کرد. اما من و غفور زود می فهمیدیم و فرار میکردیم و در خانه پنهان می شدیم. خيلي احساس بدي بود.

چند ساعت بعد به سر کارمان بر میگشتیم و مشغول کار میشدیم.

در ایران به ندرت به خیابان میرفتیم. به خصوص برای من خیلی سخت بود که میدیدم خواهر و برادرم اغلب توسط کودکان ایرانی کتک میخورند و تحقیر میشوند. در طول مدتی که ایران بودیم، بزرگترین برادرم به تنهایی به اتریش رفت.  خیلی می ترسیدم که نکند موفق نشود و به مقصد نرسد. عدم اطمینان مرا آزار میداد.

هنگامی که تصمیم به فرار از ایران گرفتیم، به ترکیه رفتیم. توشه ما فقط پنج تا کوله پشتی و چند کیسه بود، بیشتر از این هم نمی توانستیم با خودمان ببریم. تمام زندگی ما در این بسته های کوچک خلاصه شده بود.

از آنجا که مادرمان ضعیف بود، مجبور بودیم به او کمک کنیم و اغلب دستش را بگیریم. خواهر کوچک پنج ساله ما بیش از حد بچه بود و تحمل چنین سفر طولانی را نداشت. مجبور بودیم به افراد ناتوان خانواده خود کمک کرده، دستشان را بگیریم یا کول شان کنیم.

در راه ایران به ترکیه، یکی از بسته های مان را گم کردیم. مجبور شدیم چند تا ازکوله پشتی های خود را ول کنیم و برویم؛ چون پلیس ما را تهدید میکرد. چند بار هم با اسلحه تیر هوایی زدند و همه ما را وحشت زده کردند.

 

غفور: به یک انبار قدیمی رسیدیم.  این انبار یک هفته سرپناه ما و جایی بود که در آن می خوابیدیم، البته همراه با صد نفر دیگر. بعد از این یک هفته، به سمت آنکارا راه افتادیم. در میان راه یک خانه خالی و متروکی بود که در آن ماندیم. روز بعد با قایق به یونان سفر کردیم. آن قایق می توانست در شرایط نرمال، 20 نفر را حمل کند، اما ما با همان قایق با حدود 40 پناهنده دیگر سفر کردیم. با اینکه جلیقه های نجات پوشیده بودیم، اما باز هم این سفر بسیار خطرناک بود و حدود دو ساعت طول کشید. به محض اینکه به یونان رسیدیم دوباره با پای پیاده ادامه دادیم. دوازده ساعت بعد، به یک خانه رسیدیم، که در آنجا یک گواهی و اسناد مختلف گرفتیم که نشان میداد ما پناهجو هستیم و در حال سفر. با یک قایق به آتن رفتیم. در آتن، هیچ جای خواب مناسبی پیدا نکردیم، بنابراین سه شب در یک پارک خوابیدیم. فقط کت به تن داشتیم، هیچ پتو یا وسیله گرمایی نداشتیم- و آنجا وحشتناک سرد بود. با یک اتوبوس به صربستان رفتیم و از آنجا با پای پیاده به اتریش آمدیم. هنگام سفر از صربستان به اتریش، مدتی را در کرواسی گذراندیم. با قطار به مجارستان و با یک ماشین به اتریش رفتیم.

به ایستگاه راه آهن غرب در وین رسیدیم و دو روز طول کشید تا پلیس برای یک زمان کوتاه جایی  را به ما برای ماندن بدهد. در حال حاضر ما با حدود 190 نفر دیگر در یک خانه خیریه زندگی می کنیم. خانواده ما دو اتاق در اختیار دارد.  دوره ها و کلاس های خصوصی زبان آلمانی به ما ارائه میدهند و و هرگاه به چیزی نیاز داریم از ما حمایت میکنند.

در اتریش، ما دیگر با ترس زندگی نمی کنیم. در اینجا فرصت رفتن به مدرسه و سوادآموزی را پیدا کردیم.

 

رئوف: هر روز به ماجرای فرارمان و اتفاق هایی که افتاد فکر میکنم. بعد خدا را شکر می کنم.

غفور: دلم برای افغانستان تنگ شده است. شب ها وقتی می خواهم بخوابم، یاد وطنم می افتم.

رئوف: پس از دوره NMS ، می خواهم یک معلم و یا مکانیک بشوم.

غفور: پس از دبیرستان می خواهم به یک مدرسه عالی فنی بروم.